TGW verbindet – TV Büttelborn bei den Hessischen Meisterschaften in Rodgau

Turnen

Spaß und Teamgeist beim Vielseitigkeitswettkampf

Unter dem Motto „TGW verbindet“ ging das TGW-Erwachsenenteam des TV Büttelborn am vergangenen Samstag bei den Hessischen Meisterschaften in Rodgau an den Start. Die Gruppe, die in dieser Formation bereits beim Deutschen Turnfest 2025 in Leipzig ihr Können gezeigt hatte, setzte sich vor allem ein Ziel: möglichst viel Spaß zu haben.

Die Vorbereitung auf den Wettkampf war alles andere als einfach. Weil uns feste Hallenzeiten fehlten, hieß es seit Jahresbeginn oft: früh raus am Wochenende oder spät abends nochmal in die Halle. Die von Larissa und Lea selbst entwickelte Choreografie wurde immer wieder angepasst und überarbeitet, damit sie möglichst gut zu den Wertungskriterien passt. Zusätzlich standen Laufeinheiten und Wurftraining auf dem Programm. Auch gesundheitlich lief nicht alles nach Plan. Ein doppelter Bandscheibenvorfall zwang Larissa zu einer längeren Pause, sodass Elaine einen Tag vor Meldeschluss noch nachnominiert wurde. Dazu kamen Schulterverletzungen, ein angebrochenes Handgelenk, Rückenschmerzen und sogar der Verdacht auf einen Leistenbruch. Als wäre das nicht genug, musste einer unserer stärksten Jungs am Morgen des Wettkampftages noch eine nicht verschiebbare Uni-Prüfung schreiben und fehlte deshalb bei den Leichtathletikdisziplinen.

Am Samstagmorgen ging es dann um 8 Uhr Richtung Rodgau. Los ging es mit den messbaren Disziplinen auf dem Sportplatz. Den Anfang machte der Medizinballweitwurf. Neben allen Jungs schleuderten auch Celine und Lea die Medizinbälle über Kopf so weit wie möglich. Felix erzielte mit starken 15,72 Metern den Tagesbestwert des TVB. Nach der ersten Disziplin wurde der Blick immer wieder Richtung Himmel gerichtet. Dunkle Wolken zogen auf. Noch größer als die Sorge vor dem Wetter war eigentlich die Angst, dass sich der Staffelholzverlust vom Turnfest wiederholen könnte. Doch diesmal lief alles glatt und die TVB-Riege kam nach 1 Minute und 5 Sekunden erfolgreich ins Ziel.

Weiter ging es in der Sporthalle - Musik an und los! Die Stimmung in der Halle war von Anfang an richtig gut. Es wurde lautstark angefeuert, geklatscht und mitgefiebert. Unsere Musik aus „The Greatest Showman“ zog nicht nur uns mit, sondern auch das Publikum. Die Energie in der Halle war spürbar und wir konnten endlich zeigen, woran wir monatelang gearbeitet hatten. Mit Schweiß auf der Stirn, einem breiten Grinsen im Gesicht und jeder Menge Erleichterung wurde vor der Halle gejubelt und natürlich auch ein Gruppenfoto gemacht. Einige unserer TVB-Fans – darunter auch die doch so böse Weihnachtsfeierhexe Ina – hatten am Ende sogar Tränen in den Augen.

Bei der Siegerehrung am späten Nachmittag waren wir mit unseren 24,6 von 30 Punkten mehr als zufrieden. Am Ende sprang ein starker dritter Platz für den TV Büttelborn heraus. Gegen Mannschaften, die das ganze Jahr über unter deutlich besseren Trainingsbedingungen arbeiten können, war an diesem Tag zwar nicht viel auszurichten. Aber das war auch gar nicht unser Hauptziel. Für uns standen der Spaß, das gemeinsame Erlebnis und die Freude am TGW im Vordergrund.

Bei der Siegerehrung wurde auch ein Ausrichter für die Hessischen Meisterschaften 2027 gesucht. Vielleicht wäre das ja mal eine Idee für den TVB – jetzt, wo die Ära des Sauerkrautpokals vorbei ist. Ein Kinder- oder Jugendteam würden wir sicherlich ebenfalls auf die Beine stellen können. Oder vielleicht kramt die alte TGW-Garde um Maike, Andi, Ina und Co. nochmal die Turnschuhe hervor.

Und was ein dritter Platz noch so mit sich bringt: die Qualifikation für das diesjährige TGW-Gruppentreffen beziehungsweise die Deutschen Meisterschaften im TGM/TGW in Hannover. Leider liegen diese genau auf dem Nachkerwe-Wochenende, das in unserer Gruppe ebenfalls einen festen Platz im Kalender hat. Da werden wohl noch einige wichtige Gespräche geführt werden müssen.

„Mir macht TGW extrem viel Spaß, weil man gemeinsam auf etwas hinarbeitet und am Ende zeigen kann, wofür man trainiert hat. Besonders mag ich, dass man immer wieder neue Dinge ausprobiert und als Gruppe zusammenwächst - genau das macht die Zeit besonders“ so Lena.

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